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Unter dem Begriff Otolithen verbergen sich Gehörsteine von Fischen. Diese kalkigen Gebilde kommen im stato-akustischen Organ der höheren Fische vor. Dieses Organ entspricht dem inneren Ohr (Labyrinth) und ist für den Gleichgewichtssinn und das Hörvermögen zuständig. Otolithen sind meist nur wenige mm lang, da der Kalk aus dem sie aufgebaut sind jedoch fossil sehr gut erhaltungsfähig ist, kann man sie unter dem Mikroskop auch nach Millionen von Jahren noch untersuchen. Jeder Otolith hat eine charakteristische Gestalt und ist für eine bestimmte Fischart typisch. Hiermit lassen sich fossil Arten bzw. ganze Faunen nachweisen, ohne einen Knochen der Tiere vorliegen zu haben.

Die ältesten bekannten Otolithen stammen von Palaeonisciden aus dem Mittel- oder sogar späten Unterdevon, sind also etwa 380 Millionen Jahre alt. Bis in den Oberen Jura, vor etwa 145 Millionen Jahren, treten sie nur selten auf. Die Otolithen der Geowissenschaftlichen Sammlung stammen zum größten Teil von Fischen aus dem Tertiär, sind also zwischen 65 und 2 Millionen Jahren alt.
Hintergrund
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