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Aus
dem Obernkirchen Sandstein (Unterkreide) von Obernkirchen, westlich von Hannover,
stammt die 148x120 cm große Platte mit Fährten von Dinosauriern.
Bei dem Erzeuger handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um
den Dinosaurier Iguanodon. Er lebte an der Wende zwischen der Jura- und der
Kreidezeit, vor etwa 135 Millionen Jahren. Die Fährten zeigen Fußabdrücke
von Dinosauriern in mindestens zwei Richtungen, die Länge der Fußabdrücke
schwankt zwischen 20 und 40 cm. Die Abdrücke wurden von mindestens vier
verschiedenen, noch nicht voll ausgewachsenen Tieren in den Grund getreten und
bestätigen, dass dieser Dinosaurier in der Unterkreide Norddeutschlands
im Vergleich zu anderen Gattungen häufig war und sich zumindest die nicht
ausgewachsenen Exemplare zweifüßig fortbewegt haben. Durch Dinosaurierfährten
wie die Bremer Gesteinsplatte wissen wir vieles über die Lebensweise und
Fortbewegung der Dinosaurier, was allein anhand von Skeletten nicht oder nur
sehr eingeschränkt abzuleiten gewesen wäre. Durch die detaillierte
Untersuchung von Fährten hat sich das Bild der Dinosaurier in den letzten
Jahrzehnten deutlich gewandelt. Heute wissen wir dass es sich nicht um schwerfällige
Riesen handelte die zum Aussterben verdammt waren, sondern um eine dynamische
Tiergruppe mit großem stammesgeschichtlichen Erfolg. Die Bremer Fährtenplatte
macht es wahrscheinlich, dass Iguanodon ein Dinosaurier war der meist gesellig
lebte und so auch Schutz vor räuberischen Dinosauriern (Theropoden) fand.
In Ergänzung zur Lebensweise zeigen Skelettfunde von Iguanodon eine Spezialisierung
des Gebisses und deuten somit auf eine pflanzenfressende Ernährung hin.
Hintergrund
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